Historie

Bereits die Ägypter und Babylonier besaßen umfassende chemische Kenntnisse…

Im Juni 1953 wurde durch Hr. Willy Kuhmichel die Produktionsfirma Nordwest-Chemie in der Celler Straße (Hannover) gegründet, welche sich der Herstellung von Korrosionsschutzlacken verschrieben hatte.

Anfang der sechziger Jahre zwang der massive Preisverfall das Unternehmen, neue Märkte zu erschließen und man entschloss sich, erste Lacksysteme für Kunststoff zu entwickeln. Schnell reichten die baulichen Begebenheiten der Celler Straße nicht mehr aus und es wurde ein Neubau in dem Gewerbegebiet „Alter Flughafen“ geplant, welcher 1963 fertiggestellt wurde.

Nach dem Tod des Firmengründers im Jahre 1966 übernahm dessen Sohn Klaus Kuhmichel das Unternehmen und justierte die Produktpalette völlig neu. Mit der gleichzeitigen Einrichtung einer eigenen Forschung- und Entwicklungsabteilung
wurden die Weichen für eine vorausschauende Produktpolitik gestellt.

Seit 1968 wurden ausschließlich selbst entwickelte Lacksysteme für die kunststoffverarbeitende Industrie hergestellt, deren Hauptabnehmer die deutsche Fernseh- und Phonoindustrie war.

Mitte der 70er Jahre wurde der Markt zunehmend von ausländischen Anbietern erobert. Dem zum Trotz entwickelte sich Nordwest-Chemie konsequent weiter und schaffte es, sich bis heute in der Automobilindustrie zu etablieren. Zu dieser Zeit konnte auch die Kosmetikindustrie für Nordwest-Chemie als Kunde gewonnen werden.

Mit dem explodierenden Markt für Kommunikationstechnik in den 90er Jahren entstand ein weiteres bedeutendes Umsatzsegment. Von den ersten austauschbaren Handyschalen bis zum brandaktuellen Navigationsgerät.

Um den Umweltgedanken weiter zu führen, wurde seit 1992 zunehmend die Entwicklung von Lacken auf Hydrobasis vorangetrieben. Durch fortlaufende Optimierung der technischen Eigenschaften haben wir heute eine gute Alternative zu den Lösemittelsystemen.

Anfang 2001 stellte Nordwest-Chemie überwiegend Effektlacke für die Kommunikationsindustrie her, was dem Unternehmen zu einer großen Umsatzsteigerung verhalf. Die Betriebsstätte wurde 2006 durch den Zukauf des Nachbargrundstücks vergrößert, wo sich heute ein modernes Gefahrgutlager und die Distribution befinden.

Im Dezember 2008 erwirbt Jörg Iwanetzki die Firma Nordwest-Chemie von den Erben des verstorbenen Klaus Kuhmichel.

2009 wurde mit Modernisierungsmaßnahmen begonnen, welche angefangen von der Fassade, über Abluftsysteme und Photovoltaik bis hin zum Neubau einer Verdünnungshalle den aktuellen Standards entsprechen.

Derzeit betreut die Nordwest-Chemie weltweit aktive Kunden, vorwiegend aus der Automobil-, Elektronik- und IT-Industrie, für deren spezifische Anwendungen unsere F+E Abteilung individuelle Systeme und Rezepturen entwickelt.